Trends erkennen und Veränderungen natürlicher Systeme simulieren
Forschung zum besseren Systemverständnis erfasst beispielsweise das komplexe Klimageschehen und die Wechselwirkungen zwischen Prozessen in Atmosphäre, Biosphäre, Böden, Eis und Ozeanen. Die Forschung versucht, solche Schlüsselprozesse genauer zu erfassen und deren Veränderung zu beschreiben und zu verstehen. Auch die Beobachtung und Analyse globaler Stoffkreisläufe ist ein wichtiges Element zum besseren Systemverständnis. Eine zunehmend zentrale Frage dabei ist, wie der Klimawandel mit der natürlichen Landschaft oder verschiedenen Formen der Flächenbewirtschaftung im Zusammenhang steht.
Diese Erkenntnisse helfen, Trends zu erkennen und Veränderungen natürlicher Systeme zu simulieren. Zudem sucht die Wissenschaft nach Wegen, den Verlauf des globalen Wandels auch konkret vorhersagen zu können. Denn vor allem die Vorhersage des Klimawandels in einem Zeitraum bis zu einigen Jahrzehnten ist besonders relevant für konkrete Planungen oder Investitionsentscheidungen.
Systemverständnis bedeutet allerdings auch, die möglichen Folgen des globalen Wandels für Menschen und Gesellschaften besser zu verstehen. Sozialwissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Forschung widmet sich vor allem den Steuerungsmöglichkeiten in Politik und Wirtschaft, aber auch durch individuelles Handeln. Denn Klimaschutz und Anpassungsleistungen greifen in alltägliche Lebensweisen, Gewohnheiten und Konsummuster ein. Und soziale Innovationen und technologische Neuerungen können sich nur durchsetzen, wenn sie mit alltäglichen Anforderungen in Einklang gebracht werden. Die Wissensgrundlagen dafür entstehen in Forschungsprojekten, die sich mit den Handlungsspielräumen und Gestaltungsmöglichkeiten unterschiedlicher Akteure auseinandersetzen.